AI Max entwickelt sich weiter: Was die neuen Google-Updates für Search, Shopping und Travel bedeuten. Wir haben am Beispiel von Travel und Shopping spannende Insights erstellt. Wenn du auch ein Beispiel für deine Branche möchtest, schreib uns.

Im ersten Blog haben wir gezeigt, wie AI Max von Google funktioniert und warum das Thema für Unternehmen immer relevanter wird. Im Fokus standen dabei die wichtigsten Grundlagen: mehr Reichweite, dynamischere Anzeigen, eine stärkere Ausrichtung auf Suchintentionen und die Möglichkeit, Kampagnen mit KI effizienter zu optimieren.

Inzwischen wird aber immer deutlicher, wohin sich Google Ads entwickelt.

Mit den neuen AI-Max-Erweiterungen entfernt sich Google Schritt für Schritt von der klassischen manuellen Keyword-Steuerung. Stattdessen rücken KI-gestützte Kampagnen stärker in den Mittelpunkt. Neu dazu kommen Funktionen, mit denen sich Kampagnen einfacher briefen lassen, Suchintentionen besser verstanden werden und Anzeigen relevanter über Search, Shopping und Travel hinweg ausgespielt werden können.

Dadurch verändert sich nicht nur die technische Kampagnensteuerung, sondern auch die Art, wie Unternehmen künftig mit Google Ads arbeiten werden.

In diesem zweiten Teil schauen wir uns an, welche neuen Funktionen dazugekommen sind, wo die Chancen liegen und worauf Unternehmen verschärft achten sollten, damit AI Max nicht einfach nur automatisiert, sondern sinnvoll eingesetzt wird.

1. AI Brief: Kampagnen einfacher mit natürlicher Sprache steuern

Eine der spannendsten Neuerungen innerhalb von AI Max ist der sogenannte AI Brief. Damit können Werbetreibende Kampagnen künftig stärker über natürliche Sprache steuern, statt jede einzelne Suchanfrage, jedes Keyword oder jede Anzeigenvariante manuell aufzubauen.

Dadurch rückt die strategische Richtung stärker in den Vordergrund. Unternehmen können ihre Ziele, Zielgruppen, Tonalität und Botschaften direkt in einem Briefing beschreiben – ähnlich wie bei einem klassischen Kreativbriefing.

Zum Beispiel:

„Sprich vor allem qualitätsbewusste Kund:innen an, fokussiere dich auf nachhaltige Vorteile und vermeide aggressive Rabattkommunikation.“

Google nutzt diese Informationen anschliessend, um passende Vorschläge für Kampagnen, Suchanfragen, Anzeigeninhalte und Ausrichtungen abzuleiten. Gerade bei grösseren oder komplexeren Kampagnen kann das viel manuelle Arbeit sparen und Prozesse effizienter machen.

Der Fokus verschiebt sich damit weg von unzähligen technischen Einzelanpassungen – hin zu einer klaren inhaltlichen Richtung, die der KI mitgegeben wird.

Das macht Google Ads nicht automatisch einfacher, aber an vielen Stellen zugänglicher. Vor allem Unternehmen, die bisher Mühe hatten, komplexe Kampagnenstrukturen sauber abzubilden, könnten davon profitieren.

Worauf du achten solltest:
Ein gutes Ergebnis hängt stark davon ab, wie klar und präzise das Briefing formuliert ist. Wenn Zielgruppen, Botschaften oder gewünschte Einschränkungen zu vage beschrieben werden, kann auch die KI diese nur begrenzt sinnvoll interpretieren.

Je besser die strategische Grundlage, desto besser funktioniert am Ende auch die Automatisierung.

Insight von uns
AI Brief macht Kampagnen nicht weniger strategisch – ganz im Gegenteil. Die Qualität des Briefings wird zu einem zentralen Erfolgsfaktor. Wer klare Ziele, starke Botschaften und eine saubere Positionierung mitbringt, kann die neue Funktion gezielt nutzen und deutlich mehr aus AI Max herausholen.

Unser Tipp: Lass dir dein Briefing zuerst von einem KI-Tool, wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini, vorbereiten. Ein guter Prompt könnte so aussehen:

Du bist ein erfahrener Google Ads Stratege und hilfst mir, ein präzises Kampagnen-Briefing für Google AI Max zu erstellen.

Erstelle ein klares, strategisches Briefing, das Google Ads dabei unterstützt, passende Suchanfragen, Anzeigeninhalte, Zielgruppenansprachen und Botschaften abzuleiten.

Bitte berücksichtige dabei folgende Informationen:

Unternehmen / Angebot: [Beschreibe hier dein Unternehmen, Produkt oder deine Dienstleistung]
Ziel der Kampagne: [z. B. mehr Leads, mehr Verkäufe, mehr Buchungen, Markenbekanntheit]
Zielgruppe: [Wer soll angesprochen werden? Alter, Interessen, Bedürfnisse, Probleme, Kaufverhalten]
Wichtigste Vorteile: [Welche 3–5 Vorteile sollen besonders hervorgehoben werden?]
Tonalität: [z. B. professionell, hochwertig, sympathisch, vertrauensvoll, direkt, emotional]
Botschaften, die vermieden werden sollen: [z. B. aggressive Rabattkommunikation, zu technische Sprache, übertriebene Versprechen]
Besondere Einschränkungen oder Vorgaben: [z. B. bestimmte Begriffe verwenden oder vermeiden, regionale Ausrichtung, Markenpositionierung]

Formuliere daraus ein kompaktes, hochwertiges Kampagnen-Briefing in natürlicher Sprache. Das Briefing soll klar genug sein, damit Google AI Max daraus passende Kampagnenvorschläge, Anzeigen und Ausrichtungen ableiten kann.

Schreibe zusätzlich 3 Varianten:

  • eine sachliche Version
  • eine emotionale Version
  • eine performance-orientierte Version

 

2. Weniger manuelle Keywords, mehr Fokus auf Suchintention

Mit AI Max bewegt sich Google Ads immer stärker in Richtung intent-basiertes Advertising. Im Zentrum steht also nicht mehr nur die Frage, welche Keywords jemand eintippt, sondern vor allem, was Nutzer:innen tatsächlich suchen, vergleichen oder lösen möchten.

Das ist deshalb relevant, weil Suchanfragen heute deutlich natürlicher formuliert werden als noch vor einigen Jahren. Viele Nutzer:innen schreiben längst nicht mehr nur einzelne Begriffe in die Suche, sondern ganze Fragestellungen oder sehr konkrete Bedürfnisse.

Früher lautete eine Suche oft einfach: „Laufschuhe kaufen“

Heute eher: „leichte Laufschuhe für Anfänger mit Knieproblemen“

Genau solche längeren und spezifischeren Suchanfragen lassen sich mit klassischen Keyword-Listen nur schwer vollständig abdecken. Selbst sehr sauber aufgebaute Kampagnen stossen dabei irgendwann an Grenzen.

AI Max soll hier helfen, die eigentliche Suchintention hinter einer Anfrage besser zu verstehen und Anzeigen dynamischer auszuspielen. Dadurch kann Google auch bei komplexeren oder weniger offensichtlichen Suchanfragen passende Inhalte ausspielen, ohne dass jede einzelne Variante manuell hinterlegt werden muss.

  • Klassische Suche
  • Fokus auf Keywords
  • Manuelle Keyword-Listen
  • Fixe Anzeigenlogik
  • Einzelne Kampagnenstruktur

KI-gestützte Suche

  • Fokus auf Suchintention
  • Breiteres Matching durch KI
  • Dynamischere Anzeigen
  • Flexiblere Ausspielung

Gerade bei grösseren Kampagnen oder breiten Produktangeboten kann das ein echter Vorteil sein. Unternehmen erreichen dadurch potenziell auch Nutzer:innen, die sie mit klassischen Keyword-Strategien gar nicht angesprochen hätten.

Gleichzeitig verändert sich aber auch die Arbeitsweise im Kampagnenmanagement. Statt ausschliesslich einzelne Keywords zu optimieren, wird es wichtiger, Zielgruppen, Bedürfnisse und typische Suchmuster wirklich zu verstehen.

Worauf du achten solltest:

Auch wenn künftig weniger manuelle Keyword-Arbeit nötig ist, bleibt die Überprüfung zentral. Unternehmen sollten regelmässig prüfen, über welche Suchanfragen tatsächlich Traffic entsteht und ob diese zur Marke, zum Angebot und zu ihren Kampagnenzielen passen.

Denn nicht jede Suchintention, die technisch relevant erscheint, ist automatisch auch strategisch sinnvoll.

Insight von uns

Das klassische Keyword verschwindet nicht komplett. Seine Rolle verändert sich aber deutlich. Für Unternehmen wird es wichtiger, ihre Zielgruppen sowie deren Bedürfnisse und Kaufabsichten wirklich zu verstehen. Genau daraus entstehen langfristig starke Kampagnen und relevante Anzeigen.

3. Final URL Expansion: Nutzer:innen auf passende Seiten führen

Mit der erweiterten Final URL Expansion entscheidet Google automatisch, welche Zielseite für eine bestimmte Suchanfrage am relevantesten ist. Nutzer:innen landen also nicht zwingend auf einer fix definierten Seite, sondern auf der Unterseite, die am besten zur jeweiligen Suchintention passt.

Das ist besonders interessant für Websites mit vielen Produkten, Kategorien oder Beratungsseiten. Bei sehr konkreten Suchanfragen kann die KI oft schneller die passende Unterseite auswählen, als wenn jede Zielseite manuell hinterlegt werden müsste.

Beispiel:

Eine Person sucht nach:

„nachhaltige Business-Schuhe für Herren“

Statt auf eine allgemeine Schuh-Kategorie zu verlinken, könnte Google direkt eine spezifische Kategorie- oder Produktseite ausspielen, wenn diese besser zur Suche passt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Je relevanter die Zielseite ist, desto höher ist die Chance, dass Nutzer:innen auf der Website bleiben und am Ende auch konvertieren.

Worauf du achten solltest:

Die Funktion entfaltet ihr Potenzial vor allem dann, wenn die Website sauber strukturiert ist. Veraltete Seiten, doppelte Inhalte oder schwache Produktseiten können die Qualität der Ausspielung negativ beeinflussen. Schlimmstenfalls landen die Nutzer:innen auf einer Unterseite, die nicht wirklich zur Suchanfrage passt.

Insight von uns

Final URL Expansion ist besonders spannend für Websites mit vielen starken Unterseiten. Vor dem Einsatz lohnt es sich deshalb, Landingpages, Kategorien und Produktseiten genauer zu prüfen und gezielt zu optimieren.

4. Text Disclaimers: Mehr Sicherheit für sensible Branchen

Eine weitere Neuerung sind sogenannte Text Disclaimers. Damit lassen sich notwendige Hinweise oder Pflichtangaben direkt in Anzeigen integrieren. Besonders relevant ist das für Branchen, in denen Aussagen rechtlich sauber abgesichert sein müssen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Finanzdienstleistungen
  • Versicherungen
  • Gesundheit
  • Bildung
  • Immobilien
  • Bestimmte Beratungsangebote

Gerade bei dynamisch erstellten Anzeigen helfen solche Hinweise dabei, wichtige Informationen sichtbar zu halten. Gleichzeitig werden Kampagnen auch in sensibleren Bereichen besser skalierbar.

Worauf du achten solltest:

Disclaimers müssen korrekt formuliert sein und zur jeweiligen Branche passen. Unternehmen sollten deshalb frühzeitig festlegen, welche Hinweise zwingend eingebunden werden müssen.

Insight von uns

Text Disclaimers sind ein sinnvoller Schritt, um Automatisierung und Compliance besser miteinander zu verbinden. Gerade für regulierte Branchen entstehen dadurch neue Möglichkeiten, ohne auf wichtige Pflichtangaben verzichten zu müssen.

5. AI Max für Shopping: Produkte besser mit Bedürfnissen verbinden

Auch im Shopping-Bereich wird AI Max immer relevanter. Google erweitert die Möglichkeiten, Produkte nicht nur über klassische Produktsuchen, sondern stärker anhand von Bedürfnissen und konkreten Situationen auszuspielen.

Viele Nutzer:innen suchen heute nicht direkt nach einem bestimmten Produktnamen, sondern beschreiben eher, wonach sie gerade suchen.

Zum Beispiel:

„bequeme Schuhe für Städtereise im Sommer“ oder „Geschenkidee für jemanden, der gerne kocht“

AI Max kann solche Suchanfragen mit passenden Produkten aus dem Merchant Center verknüpfen. Dadurch entstehen neue Chancen, auch bei breiteren oder inspirierenden Suchanfragen sichtbar zu werden.

Vor allem für Online-Shops ist das spannend, weil dadurch die Entdeckungsphase stärker abgedeckt wird. Nutzer:innen müssen nicht bereits genau wissen, welches Produkt sie kaufen möchten. Die KI kann passende Produkte früher im Entscheidungsprozess sichtbar machen.

Worauf du achten solltest:

Die Qualität der Produktdaten wird noch wichtiger. Titel, Beschreibungen, Bilder, Kategorien, Preise und Verfügbarkeiten sollten sauber gepflegt sein, damit Google passende Produkte korrekt ausspielen kann.

Insight von uns

Für E-Commerce bietet AI Max grosses Potenzial, besonders für Shops mit vielen Produkten. Entscheidend bleibt aber der Produktfeed. Je besser die Datenbasis, desto besser kann Google Produkte mit echten Bedürfnissen verbinden.

6. AI Max für Travel: Komplexe Suchanfragen besser abdecken

Auch im Travel-Bereich baut Google AI Max weiter aus. Denn gerade Reisesuchen sind oft deutlich komplexer als klassische Produktsuchen. Nutzer:innen suchen nicht einfach nur nach einem Hotel oder Flug, sondern nach einer Kombination aus Ort, Reisezeit, Budget, Ausstattung und persönlichen Bedürfnissen.

Beispiele dafür sind:

„Familienhotel am Meer mit Kinderbetreuung im Oktober“ oder „romantisches Wochenende in den Bergen mit Spa“

Solche Suchanfragen enthalten viele unterschiedliche Signale. AI Max soll dabei helfen, diese besser zu verstehen und passendere Anzeigen auszuspielen.

Für Hotels, Reiseanbieter, Destinationen oder Buchungsplattformen kann das besonders wertvoll sein – vor allem dann, wenn viele Angebote, unterschiedliche Zielgruppen oder saisonale Unterschiede berücksichtigt werden müssen.

Worauf du achten solltest:

Auch hier bleibt eine saubere Datenbasis entscheidend. Verfügbarkeiten, Preise, Angebote, Zielseiten und Buchungsinformationen sollten aktuell und klar strukturiert sein.

Insight von uns

Travel ist ein Bereich, in dem KI besonders viel Potenzial entfalten kann. Je komplexer die Suchanfrage, desto hilfreicher wird eine intelligente Ausspielung. Gleichzeitig gilt auch hier: Ohne gute Datenbasis wird es schwierig, die richtigen Angebote mit der passenden Suchintention zu verbinden.

7. Was bedeutet das für Unternehmen?

Die neuen AI-Max-Funktionen zeigen deutlich: Google Ads wird stärker automatisiert, aber nicht weniger relevant. Stattdessen verschiebt sich der Fokus.

Weniger Zeit fliesst künftig in repetitive manuelle Einstellungen. Dafür werden Strategie, Datenqualität, Zielgruppenverständnis und laufende Analysen immer wichtiger.

Für Unternehmen bedeutet das:

  • Kampagnen lassen sich schneller aufsetzen
  • Suchintentionen können breiter abgedeckt werden
  • Anzeigen und Zielseiten können relevanter ausgespielt werden
  • Produkt- und Website-Daten gewinnen weiter an Bedeutung
  • Strategische Leitplanken bleiben entscheidend

Grundsätzlich ist das eine positive Entwicklung. Viele Aufgaben, die früher sehr zeitintensiv waren, lassen sich durch KI effizienter lösen. Gleichzeitig bleibt menschliche Expertise zentral, vor allem dann, wenn es darum geht, die richtige Richtung vorzugeben und Ergebnisse sinnvoll einzuordnen.

Insight von uns

AI Max ersetzt keine Strategie. Es verstärkt sie. Wer weiss, welche Zielgruppen relevant sind, welche Botschaften funktionieren und welche Daten wirklich zählen, kann mit den neuen Funktionen deutlich mehr aus Google Ads herausholen.

Unser Fazit: AI Max wird vielseitiger, smarter und strategischer

Die neuen AI-Max-Erweiterungen zeigen klar, wohin sich Google Ads entwickelt. Kampagnen werden dynamischer, intelligenter und stärker auf echte Suchintentionen ausgerichtet.

Mit AI Brief wird die Kampagnensteuerung strategischer und einfacher. Final URL Expansion hilft dabei, Nutzer:innen gezielter auf passende Seiten zu führen. Text Disclaimers machen Automatisierung auch für sensiblere Branchen interessanter. Gleichzeitig schaffen die Erweiterungen für Shopping und Travel neue Möglichkeiten, Produkte und Angebote besser mit konkreten Bedürfnissen zu verbinden.

Wichtig bleibt aber: Die neuen Funktionen sind keine automatische Erfolgsgarantie. Ihr Potenzial entfalten sie vor allem dann, wenn Strategie, Datenqualität, Website-Struktur und Kampagnenziele sauber zusammenspielen.

Du möchtest wissen, ob AI Max, AI Brief oder die neuen Funktionen für Shopping und Travel zu deinem Unternehmen passen?

Wir unterstützen dich dabei, deine Google Ads Kampagnen strategisch aufzusetzen, deine Datenbasis zu prüfen und KI-Funktionen sinnvoll einzusetzen.

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